Kulturpreis 2011 an Marco Schmidt, Informatiker

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Der Informatiker Marco Schmidt (Mitte) erhält den Rotary-Kulturpreis Würzburg
2011 aus den Händen des Präsidenten Dr. Klaus-Dinkar Mapara (rechts). Der Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Telematik, Prof. Klaus Schilling, freut sich mit dem Preisträger.

UWE zu Gast bei Rotary
Rotary-Kulturpreis Würzburg 2011 geht an Würzburger Informatiker

Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Rotary Clubs Würzburg wurde in diesem Jahr bereits zum fünften Mal der Rotary-Kulturpreis Würzburg verliehen. Der Informatiker Marco Schmidt erhielt den Preis für seine Forschungen auf dem Gebiet der Kleinsatelliten.

Seit dem Jahr 2002 vergibt der Rotary Club Würzburg den Kulturpreis an Personen oder Institutionen aus dem Raum Würzburg, die sich auf kulturellem Gebiet besonders verdient gemacht haben oder deren bisherige Leistungen außergewöhnliche Verdienste für die Zukunft erwarten lassen. Preisträger waren unter anderem das Mainfranken Theater (2007) und der Violinist Florian Meierott (2004). Dr. Klaus-Dinkar Mapara, Präsident des Rotary Clubs Würzburg, war es wichtig, Kultur nicht ausschließlich auf die Bühnenkunst zu reduzieren. Darüber freute sich auch der Laudator und Doktorvater des diesjährigen Preisträgers, Prof. Klaus Schilling: „Wenn man in die Antike zurückgeht, wird mit dem Begriff ´Kultur´ das Urbarmachen des Bodens und die Besiedlung der Erde verbunden. Dazu dienten Tänze und Gesänge ebenso wie der Pflug und der Bau von Wasserkanälen.“ Kandidatenvorschläge waren aus den Bereichen Kardiologie, Zahnmedizin, klassische Archäologie, Chemie und Informatik gekommen. Das deutliche Votum fiel schließlich auf den Informatiker Marco Schmidt. Dieser beschäftigt sich bereits seit Längerem intensiv mit Kleinsatelliten und modernen Telekommunikationstechniken. Schon für seine Diplomarbeit arbeitete er am UWE-Projekt (Universität Würzburg Experimentalsatellit). Im Jahre 2005 war UWE-1 als erster deutscher Pico-Satellit (Satellit mit nur einem Kilogramm Masse und zehn Zentimeter Seitenfläche) mit Hilfe einer russischen Trägerrakete in den Orbit gebracht worden. Für seine innovativen Ansätze, Internet im Weltall zu ermöglichen, erhielt Marco Schmidt unter anderem den ersten Preis des Studentenwettbewerbs des weltweit größten Raumfahrtkongresses der International Astronautical Federation, sowie den ZARM-Preis der DGLR (Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt) und den Preis der British Interplanetary Society. Als Systemingenieur zeichnete sich Marco Schmidt auch für den Folgesatelliten UWE-2 verantwortlich, der 2009 ins All geschickt wurde. Seine Promotion thematisiert die Erstellung eines Netzwerks aus mehreren Kleinsatelliten und Bodenstationen, um eine kostengünstige und effektive Datenübertragung mit Internettechnologien zu ermöglichen. „Durch den Forschungsschwerpunkt des diesjährigen Preisträgers konnten wir auch das rotarische Motto ´Brücken Bauen´ aufgreifen. Herr Schmidt schlägt mit Hilfe der Kleinsatelliten schließlich eine Brücke ins Weltall“, sagte Dr. Klaus-Dinkar Mapara zur Auszeichnung von Marco Schmidt. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis solle junge Menschen auch dazu motivieren, durch Forschung einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Zum diesjährigen Neujahrsempfang waren rund 100 Gäste nach Eibelstadt gekommen.

Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. 1905 gründete der Rechtsanwalt Paul P. Harris den ersten Rotary Club in Chicago, USA. In Deutschland wurde Rotary 1927 mit der Gründung des ersten Clubs in Hamburg etabliert. Heute gibt es weltweit 1,2 Millionen Mitglieder, in Deutschland sind es rund 50.400. Den Rotary Club Würzburg gibt es seit dem 30. Januar 1956.

 

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