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01.07.2007
Kleinbus für Begegnungszentrum
Am 25. Mai übergab Hans-Joachim Leistner, der Präsident des Rotary Clubs Würzburg, einen VW-Bus für das Deutsch-Tschechische Begegnungszentrum Walther Hensel in Mährisch Trübau/Moravská Trebová an Irene Kunc. Sie ist dessen Leiterin und Präsidentin der Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.
Das Begegnungszentrum Mährisch Trübau im Schönhengstgau, der einstigen deutschen Sprachinsel auf der nördlichen Böhmisch-Mährischen Höhe, ist Treffpunkt für die im Land verbliebenen Deutschen und die Heimweh-Touristen, jene Deutschen, die vor sechs Jahrzehnten vertrieben worden waren und die es immer wieder in ihre alte Heimat zieht. Deutschunterricht, Kinderlager, Pflege der deutschen Geschichte und Kultur, der Trachten und Volkstänze, tschechisch-deutsche Kulturtage gehören zu dem respektablen Programm, das mit sehr viel Idealismus und spärlichen Finanzen (tschechisches Kulturministerium und deutsches Innenministerium) veranstaltet wird. Für den Transport der alten Mitglieder und der Kinder und Studenten zu den in- und ausländischen Veranstaltungen diente bislang ein altersschwacher Kleinbus, der nun nach über 260.000 km und unzähligen Reparaturen ausgedient hat. Das heißt, das BGZ Mährisch Trübau muss seinen Bus auswechseln, hat aber kein Geld.
Eine eindringliche Bitte um Hilfe erreichte über sein Mitglied Prof. Dr. Werner Strik den Rotary Club Würzburg, der sich des Hilferufes annahm, einen gut erhaltenen Kleinbus organisierte und mit Unterstützung des Schönhengster Heimatbundes und des Sozialwerkes der Ackermann-Gemeinde München finanzierte.
Vor der Residenz des Baumeisters Balthasar Neumann, dem Architekten aus Eger, übernahm Irene Kunc, vor Freude nach Worten suchend, das Fahrzeug und eine Schenkungsurkunde. Damit steht dem Begegnungszentrum in Mährisch Trübau wieder ein zuverlässiger fahrbarer Untersatz zur Verfügung. Die Seiten des Busses zieren das Wappen der Stadt Moravská Trebová/Mährisch Trübau und die Embleme der Förderer. Dieser Spendenbeitrag ist auch eine Stärkung der Brücken zur Heimat im Sinne des diesjährigen Mottos.